Programmpunkte – SimNAT Pflege Symposium 2019

Programm SimNAT Pflege Symposium 2019 als pdf.Datei – zum Download bitte hier klicken

8:00 Uhr

Anmeldung

9:00 Uhr

Begrüßung:

Christine Loewenhardt, Sascha Quitter, Vorstand SimNAT Pflege
Grußworte: Prof. Dr. rer. nat. Rüdiger Ostermann, Dekan FB Gesundheit, FH Münster

großer Hörsaal des Fachbereichs Design

Keynote – vormittags

9:15 Uhr

Key Note
State of the Science in Simulations; Innovating for Better Quality Patient Care

Dr. Pamela R. Jeffries (PhD, RN, FAAN, ANEF), Professor and Dean of George Washington University School of Nursing, Washington, DC, United States

großer Hörsaal des Fachbereichs Design

Vorträge 1 und 2 – vormittags

10:30 Uhr

Vorträge 1 + 2

Vortrag 1:
Dementia Care 4.0: Simulierte Lebenswelten

Raum 201

Vortrag 2:
OSCE-Prüfungen - eine zeitgemäße Prüfungsmethode

Raum 121

Workshops 1, 2, 3 und 4 – vormittags

11:15 Uhr

Workshops 1 + 2

AUSGEBUCHT ! - Workshop 1:
Einsatz von Low- und High-Fidelity Simulatoren
in der Ausbildung der Gesundheitsfachpersonen - AUSGEBUCHT !

Raum 209

AUSGEBUCHT ! - Workshop 2:
Learning to do a "Vinnie" - und noch etwas mehr - AUSGEBUCHT !


Raum 122



Workshops 3 + 4

AUSGEBUCHT ! - Workshop 3:
Skills-Training und Simulation -
vor dem Training kommt die Planung - AUSGEBUCHT !

Raum 121

AUSGEBUCHT ! - Workshop 4:
Werkstatt Debriefing - AUSGEBUCHT !


Raum 201

Vorträge 3 und 4 – mittags

12:45 Uhr

Vorträge 3 + 4

Vortrag 3:
Pflege studieren. Curriculare Überlegungen im
Spannungsfeld von Autonomie und Begrenzung

Raum 201

Vortrag 4:
Game Based Learning in Nursing - GaBa_LEARN


Raum 121


13:30 Uhr


Mittagspause

Workshops 5, 6, 7 und 8 – nachmittags

14:15 Uhr

Workshops 5 + 6

AUSGEBUCHT ! - Workshop 5:
Simulationstraining -
Lerntransfer in den Praxisalltag - AUSGEBUCHT !

Raum 201

AUSGEBUCHT ! - Workshop 6:
Simulationsbasiertes Lernen ohne Onkel Dagobert -
Umsetzung trotz eingeschränkter Ressourcen - AUSGEBUCHT !

Raum 209



Workshops 7 + 8

AUSGEBUCHT ! - Workshop 7:
„Kompetenz-basiertes Prüfen“ in standardisierten Settings
auf Basis sogenannter Entrustable Professional Acivities - AUSGEBUCHT !

Raum 122

AUSGEBUCHT ! - Workshop 8:
Multiple Patient Simulation in der akademischen Pflegeausbildung - AUSGEBUCHT !


Raum 121

Vorträge 5 und 6 – nachmittags

16:00 Uhr

Vorträge 5 + 6

Vortrag 5:
Das ‚Skills Lab‘ als Handlungsfeld Lehrender
in der beruflichen Bildung der Gesundheitsberufe
am Standort Hochschule
- Diskussion möglicher Potentiale des
Skills-Lab-Konzeptes im Hinblick auf eine
kompetenzorientierte Lehr-/Lerngestaltung

Raum 121

Vortrag 6:
Simulationsbasiertes Lehren lernen -
was braucht es um ein guter Lernbegleiter zu sein?

Raum 201


16:45 Uhr


Resümee und Verabschiedung

Vorstand SimNAT Pflege - Raum 201

KEYNOTE

9:15 Uhr
großer Hörsaal des Fachbereichs Design

State of the Science in Simulations; Innovating for Better Quality Patient Care

Prof. Dr. Pamela Jeffries

PhD, RN, FAAN, ANEF, FSSH, Pflegeprofessorin und Leiterin der George Washington University School of Nursing, Washington, DC, United States

This presentation will discuss the state of the science in clinical simulations today.  The use of a simulation theory and best practices in designing and implementing simulations will be defined.
In addition, the evidence-based findings from a multi site study will be highlighted.
From the landmark study, there are policy implications that are influencing nursing education and practice today. Key elements, best practices, interprofessional education and other national educational trends using simulations will also be discussed.

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VORTRAG 1

10:30 Uhr
Raum 201

Dementia Care 4.0: Simulierte Lebenswelten

Angela Schnelli, Julian Hirt, Prof. Dr. Thomas Beer

Fachstelle Demenz, Institut für Angewandte Pflegewissenschaft, Fachbereich Gesundheit, FHS St. Gallen, Schweiz

Die zunehmende Technisierung der Lebenswelt von Personen mit Demenz wird kontrovers diskutiert. Die zentralen Fragen bestehen einerseits darin, ob und wie sich unterschiedliche technische Artefakte im Alltag und somit in die komplexen Pflege- und Lebenssituationen von Personen mit Demenz integrieren lassen und wie sich diese Integration auf das Lebensarrangement der Personen mit Demenz auswirkt. Andererseits gilt es zu klären, wie die betreuenden Personen eine Technikkompetenz erlangen, die mit einer Technikvertrautheit und einer Technologieakzeptanz einhergehen.

Unter Rückgriff auf den Technikbegriff nach Ropohl (1999) wird deutlich, dass Technik nicht einzig als Entwicklungsprozess artifizieller Systeme verstanden wird, sondern auch die daraus implizierten Bildungsprozesse umfasst. Daraus abgeleitet wird die Forderung nach einer Technikdidaktik für Pflegeberufe im Bereich ‚Dementia Care‘. Sogenannte Skillslabs, Praxisräume oder allgemein Labore werden schon seit geraumer Zeit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung genutzt und installiert. Es gibt Bestrebungen, Skillslabs zu sogenannten Future Care Labs zu erweitern bzw. diese zu installieren, um die Arbeit mit und Anwendung von technischen Systemen in die Pflegebildung zu integrieren (Hochschule Furtwangen, 2015; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2017). Personen mit Demenz und/oder Angehörige werden diesbezüglich nicht als Adressatengruppe expliziert. Diese Nische gilt es mit geeigneten Methoden zu erkunden, daher ist das Ziel dieser Arbeit die Konzeption und Installierung eines Lernortes für technikbasierte Simulation im Bereich Dementia Care.

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VORTRAG 2

10:30 Uhr
Raum 121

OSCE-Prüfungen - eine zeitgemäße Prüfungsmethode

Dr. Claudia Schlegel

Leiterin des Lernbereich Training und Transfer (LTT) am Berner Bildungszentrum Pflege, Bern, Schweiz

Weltweit werden OSCE Prüfungen vor allem in Gesundheitsberufen durchgeführt. Sie sind beliebt wegen ihrer Objektivität und Reliabilität. Hunderte von Studien über die OSCE Prüfung wurden publiziert und OSCE ist somit eine evidenzbasierte Anlage zur Überprüfung von erforderlichen Kompetenzen. Jedoch wird die Prüfungsanlage mit den Veränderungen der Curricula auch kritisch hinterfragt und die Frage wird gestellt, ob diese Prüfung noch zeitgemäß ist. Die Referentin hat sich den kritischen Stimmen von verschiedenen Institutionen angenommen und untersuchte, warum es andere kompetenzorientierte Prüfungsanlagen schwer haben sich neben der OSCE Prüfung international durchzusetzen.

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WORKSHOP 1

11:15 Uhr
Raum 209

AUSGEBUCHT ! - Einsatz von Low- und High-Fidelity Simulatoren in der Ausbildung der Gesundheitsfachpersonen

Urs-Beat Schaer

Mitarbeiter Lernbereich Training und Transfer (LTT) am Berner Bildungszentrum Pflege, Bern, Schweiz - AUSGEBUCHT !

Mehrere Studien zeigen auf, dass das Lernen am Low-fidelity Simulator (LFS) und am High- Fidelity Simulator (HFS) ein sicheres Lernumfeld für die Studierenden bedeutet und intensives Lernen ermöglicht. Im Weiteren können die gemachten Erfahrungen zu einer erhöhten Patientensicherheit führen. Wir haben verschiedene Low-fidelity und High-fidelity Simulatoren angeschafft – was nun?

Die Inbetriebnahme dieser Modelle hat gut funktioniert, alle Systeme laufen reibungslos – aber die Anwendungsbereiche und der Einsatz der Modelle bereiteten Kopfschmerzen. Der praxisnahe Einsatz der Manikins und der Simulatoren im Unterricht über die gesamte Ausbildungszeit hinweg, ist eine Arbeit, die stark fordert.
Anfänger in der Pflegeausbildung sollen die Möglichkeit haben, praktische Skills in kurzen Lernsequenzen ohne zu viel äussere Ablenkung, zu üben. Auf dem Weg zum Fortgeschrittenen Anfänger können immer komplexere Situationen als Übungssettings angeboten werden. Das Entscheiden und Planen, welche Komplexität gefordert ist, ist die Herausforderung, die sich stellt. Die Studierenden müssen stufengerecht gefordert und gefördert werden.

Das Vereinen von theoretischen Grundlagen und Vorgaben von modularen Einheiten, soll zu einem gewinnbringenden Lernsetting führen. In diesem Workshop lasse ich Sie an unserem Wissen teilhaben. Die kontinuierliche Steigerung der Anforderungen in der Ausbildung zur Gesundheitsfachperson, ist Inhalt. Teilnehmende des SimNAT Symposiums 2019 erhalten Einblicke in die Entwicklung von Unterrichtssequenzen, die als Grundlage zum Einsatz von Modellen und Manikins im Unterricht dienen.

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WORKSHOP 2

11:15 Uhr
Raum 122

AUSGEBUCHT ! - Learning to do a "Vinnie" - und noch etwas mehr

Claus Brockmeyer

Diplom-Berufspädagoge Pflegewissenschaft; Fachkrankenpfleger Intensivpflege (CH); Rettungsassistent (D); AHA-ACLS Instructor
FHS St. Gallen - AUSGEBUCHT !

Im Rahmen der Englisch Lehrveranstaltung im 1. Semester des Studiengangs Bachelor of Science in Pflege an der FHS St. Gallen lernen die Studierenden den aktuellen Erwachsenen Basic-Life-Support Algorithmus kennen. In verschiedenen Szenarien in Skills Lab Räumlichkeiten wenden die Studierenden das Gelernte mit Unterstützung eines automatischen, externen Defibrillators (AED) an.
Ergänzend zu den verschiedenen Szenarien besuchen die Studierenden zwei weitere Stationen, die durch externe Partnerfirmen betreut werden. An diesen Stationen üben die Studierenden die Einlage eines intraossären Zugangs sowie die Anwendung eines mechanischen Thoraxkompressionsgerätes. Die Einlage eines intraossären Zugangs und die Anwendung eines mechanischen Thoraxkompressionsgerätes sind im Bereich der erweiterten lebensrettenden Maßnahmen angesiedelt. Der entsprechende Algorithmus wird in Auszügen in der Lehrveranstaltung ebenfalls thematisiert. Eine Vertiefung erfolgt im Verlauf des 2. Semesters.

Die Lehrveranstaltung ist an einer Variante eines didaktischen Konzepts des bilingualen Sachfachunterrichts / Content and Language Integrated Learning (CLIL) orientiert. Zielsprache ist Englisch, ergänzt durch deutschsprachige Anteile.

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WORKSHOP 3

11:15 Uhr
Raum 121

AUSGEBUCHT ! - Skills-Training und Simulation - vor dem Training kommt die Planung

Holger Kögler, Torsten Seipel, Thomas Schröder

Holger Kögler, Gebietsleiter Laerdal Medical GmbH Deutschland,
Torsten Seipel, Educational Services Specialist, Laerdal Medical GmbH,
Thomas Schröder, Praxisanleiter Klinikum Itzehoe - AUSGEBUCHT !

AudioVideoPädagogikLagerraumGlasscheibenDebriefingraumUmkleideraumTeilnehmerTonqualitätSchauspielerVerbrauchsmaterialSzenarienerstellungPatientenakteBeleuchtungInstruktorenMaterialaufbereitungSchränkePosterSzenarienSitzgruppeVerpflegungKaffeemaschineBlutSekretWundenHygieneMedikamentePausenZeitDienstplanIntimsphäreTeilnehmeranzahlLernzieleAdressatenKonzepteFußbodenKlimaanlageGasversorgungSteckdosenNetzwerkMikrofonWLANKameraInternetDatenschutzTrageBettenWaschbeckenVorbereitungsraum.

An alles gedacht? Wir bringen Licht ins Dunkel!

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WORKSHOP 4

11:15 Uhr
Raum 201

AUSGEBUCHT ! - Werkstatt Debriefing

Alexander Rentrop

cand. M.A. Erwachsenenbildung, Fachkrankenpfleger f. Anästhesie- und Intensiv,
AQAI GmbH Simulationszentrum Mainz - AUSGEBUCHT !

Debriefing ist aus der Perspektive des konstruktivistischen Lehransatzes der eigentliche Beginn eines Lernprozesses, da ab diesem Punkt innerhalb einer Lerneinheit den Teilnehmenden die Möglichkeit zur Reflektion ihres Handelns, ihres Auftretens, der Anwendung von vorhandenem Wissen, Entwicklung von Lösungsstrategien und ihrer Wirkung auf Andere gegeben wird.

In diesem Workshop werden nach einer Einführung in das Thema Debriefing unterschiedliche Methoden anhand von Fallbeispielen in Kleingruppen erarbeitet und im Anschluss im Plenum vorgestellt.

Die Vorstellung der Ergebnisse aus den Kleingruppen soll in einer Debriefing-Form stattfinden und wird auf Video aufgezeichnet, um im Anschluss ein Debriefing der Debriefings durchzuführen. Dieser Workshop steht allen Teilnehmern des SimNAT- Symposiums unabhängig des persönlichen Kenntnisstandes offen.

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VORTRAG 3

12:45 Uhr
Raum 201

Pflege studieren. Curriculare Überlegungen im Spannungsfeld von Autonomie und Begrenzung

Prof. Dr. rer. medic. Claudia Oetting-Roß

FH Münster

Der Vortrag beleuchtet in einem ersten Teil die mit dem neuen Pflegeberufegesetz verbundenen Herausforderungen für die (hochschulische) Pflegeausbildung und zeigt auf, welchen Spannungsfeldern die Curriculumentwicklung unterworfen ist. Übergeordnete Prinzipien einer hochschuldidaktischen Lehre werden mit ausgewählten inhaltlichen Vorgaben ins Verhältnis gesetzt und diskutiert. Vor dem Hintergrund der Chancen und Potenziale des Simulationslernens werden grundlegende Fragestellungen reflektiert, bspw. wozu ein grundständiges Pflegestudium qualifizieren soll und welchen Nutzen die hochschulische Erstausbildung für die Studierenden und die Pflege hat.
Der zweite Teil des Vortrags beleuchtet auf dieser Basis die Chancen und Potenziale, die durch eine curriculare Verankerung des Simulationslernens genutzt werden können. Dabei stehen im Zentrum der Ausarbeitungen vor allem die professionelle Identität Pflegender, Aspekte der Körperlichkeit sowie die Anforderungen, die eine veränderte Patientenrolle an Pflegende stellt.

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VORTRAG 4

12:45 Uhr
Raum 121

Game Based Learning in Nursing - GaBa_LEARN

Prof. Dr. phil. Nadin Dütthorn

FH Münster

Berufliche Bildungsprozesse erstreben eine arbeitsprozessnahe und professionsbezogene Anbahnung beruflicher Handlungskompetenz. Die Entwicklung von digitalen, authentischen Fallsimulationen – wie es das Projekt GaBa_LEARN für das Handlungsfeld der Pflege vorsieht – ermöglicht in diesem Zusammenhang ein nahezu realistisches Lernerlebnis, ohne die Lernenden dabei unter einen berufspraktischen Handlungsdruck zu setzen. Auf spielerische Weise ermöglicht ein virtuell simulierter Lernraum das Erleben berufspraktischer Wirklichkeit und eröffnet dem Lernenden Prozesse des Verstehens komplexer, multidimensionaler Arbeitsprozesse und den darin enthaltenen Problemsituationen. Ferner wird durch den Einsatz digitaler Medien ein flexibles und standortunabhängiges Lernen möglich, welches den Lernprozess an individuelle Lernkurven anzupassen erlaubt.

Wenig ist allerdings bekannt über die Prozesse, die beim selbstgesteuerten Lernen tatsächlich zur Entwicklung handlungswirksamer Kompetenzen führen. Der Einsatz digitaler Lernmedien erst eröffnet Forschern, Pädagogen und auch den Lernenden selbst, erste datengestützte Erkenntnisse zu motivationalen und kompetenzförderlichen Prozessen durch virtuell simuliertes Lernen im serious game. Diese als „learning analytics“ bezeichneten Analysen verschiedenster Daten, die von Lernenden produziert oder für die erhoben werden, untersuchen die Messung von Kompetenzentwicklung, versuchen zukünftige arbeitsprozessnahe Leistungen antizipieren und potentielle Problembereiche aufdecken zu können.
Anhand erster Arbeitsergebnisse im Projekt GaBa_LEARN eröffnet der Vortrag am Beispiel der Entwicklung authentischer Fallsimulationen im serious game einen kritischen Diskurs zum Einsatz von virtuellen Fallsimulationen bei der Anbahnung beruflicher Handlungskompetenz.

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WORKSHOP 5

14:15 Uhr
Raum 201

AUSGEBUCHT ! - Simulationstraining - Lerntransfer in den Praxisalltag

Laura Galli

Klinik für Anästhesiologie des Kantonsspitals St. Gallen,
Schweiz - AUSGEBUCHT !

Die chirurgische Intensivstation und die Klinik für Anästhesiologie des Kantonsspitals St. Gallen führen seit 2016 Vor-Ort-Simulationen durch. Die Gestaltung der Trainings richtet sich nach den 10 CRM-Prinzipien des Universitätsspitals Zürich nach Dambach et al. (2012). Ziele der Trainings sind die Erhöhung der Patientensicherheit, das Reduzieren von menschlichen Fehlern und das Steigern des Realitätsempfindens für die Teilnehmenden in der Simulation. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die vermittelten CRM-Prinzipien von den externen Simulationstrainings in den Vor-Ort-Simulationen angewendet werden und wie nach Einschätzung der Teilnehmenden der Lerntransfer in die Praxis gesichert werden kann.
Verwendete Instrumente für die Datenerhebung waren in einem ersten Schritt die Dokumentenanalyse und das Experteninterview. In einem zweiten Schritt wurden vier Vor-Ort-Simulationen beobachtet. Um mehr über den Lerntransfer und deren Sicherung zu erfahren, wurden aufbauend auf der Literatur von Baldwin und Ford (1988) und Rowold, Hochholdinger und Schaper (2008) zehn halbstandardisierte Interviews mit den Teilnehmenden geführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die CRM- Prinzipien in den Vor-Ort-Simulationen angewendet wurden. Zusätzlich konnten förderliche und hinderliche Lerntransferbedingungen identifiziert werden. Um das Gelernte von den Trainings aufrechtzuerhalten, wünschen sich die Teilnehmenden für die Zukunft regelmäßige Vor-Ort-Simulationen.

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WORKSHOP 6

14:15 Uhr
Raum 209

AUSGEBUCHT ! - Simulationsbasiertes Lernen ohne Onkel Dagobert - Umsetzung trotz eingeschränkter Ressourcen

Sabine Gransberger
Dipl. Berufspädagogin Pflegewissenschaft, Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e. V. - AUSGEBUCHT !

Sie möchten gerne simulationsbasiertes Lernen in Ihren Unterricht integrieren? Doch Sie hören immer nur: „Das geht doch gar nicht bei uns. Wir haben doch kein Geld für ein Simulationslabor!“ Sie brauchen Ideen zur Gestaltung und Umsetzung, trotz widrigen Umständen?

In diesem Workshop wird dargestellt, wie man mit einfachen Mitteln, wenig personellem Aufwand und viel Überzeugungskraft simulationsbasiertes Lernen „auf den Weg“ bringen kann.

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WORKSHOP 7

14:15 Uhr
Raum 122

AUSGEBUCHT ! - „Kompetenz-basiertes Prüfen“ in standardisierten Settings auf Basis sogenannter Entrustable Professional Acivities

Dr. med. Helmut Ahrens, Rahel Kurpat
Dr. med. Helmut Ahrens, Ärztliche Leitung Limette, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Rahel Kurpat, Theaterpädagogin, Trainerin für Simulationspatienten (Ifas, Medizinische Fakultät der Uni Münster), Lehrtätigkeiten an der FH Münster - AUSGEBUCHT !

In einem von der Medizinischen Fakultät Münster angebotenen Workshop wird das Konzept des kompetenzbasierten Prüfens anhand der nicht bestehensrelevanten „Limetten-Veranstaltungen“ durch die Theaterpädagogin Rahel Kurpat und den Medizindidaktiktrainer Helmut Ahrens des Limetten-Teams demonstriert (Limette bedeutet Lernzentrum für individualisiertes medizinisches Tätigkeitstraining und Entwicklung).
Hier werden kontextsensitiv Rollen und Kompetenzen sicht- und einschätzbar; Selbsteinschätzung und Reflexion sind zentrale Elemente. Die Erfahrung aus dem Studium der Humanmedizin und über 5000 Interaktionsszenen (davon etwa die Hälfte mit standardisierten Simulationspatienten) fließen in den Workshop ein.

Durch die Leitung des Workshops wird ein tiefer Einblick in die Entstehung und Entwicklung derartiger Prüfungssettings ermöglicht. Mit den TeilnehmerInnen des Workshops soll beispielhaft erarbeitet werden, wie unter Nutzung von EPAs in einem standardisierten Stationen Parcours mit Hilfe von hochgradig standardisierten Simulationspatienten der Supervisionsgrad von medizinischen Tätigkeiten eingeschätzt werden kann und Kompetenzen als beobachtbares Verhalten sichtbar gemacht werden können.

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WORKSHOP 8

14:15 Uhr
Raum 121

AUSGEBUCHT ! - Multiple Patient Simulation in der akademischen Pflegeausbildung

Victoria Pfeffer, Anna Christine Steinacker
Victoria Pfeffer, M. Sc. Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Laboringenieurin Studiengang B. Sc. Pflege; Lehrkraft für besondere Aufgaben Studiengang Pflege, Hochschule Fulda
Anna Christine Steinacker, M.A. Pflegepädagogik, Laboringenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschule Fulda
- AUSGEBUCHT !

Nach der Ausbildung sind junge Pflegende häufig mit sich wechselnden, anspruchsvollen Situationen konfrontiert und müssen mehrere Pflegebedürftige gleichzeitig betreuen. Viele Berufsanfängerinnen fühlen sich durch diese komplexe Anforderung überfordert.
Um Studierende optimal auf diese Aufgaben vorbereiten zu können, wird eine sogenannte ‚Multiple Patient Simulation‘ während der Ausbildung durchgeführt. In einer ‚Multiple Patient Simulation‘ müssen die Studierenden mehrere Patienten gleichzeitig betreuen, die pflegerische Versorgung planen und durchführen.
Im Anschluss wird ein Debriefing durchgeführt, um die Erlebnisse zu ordnen und Erfahrungen und Tipps für die Praxis mitzunehmen.

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VORTRAG 5

16:00 Uhr
Raum 121

Das ‚Skills Lab‘ als Handlungsfeld Lehrender in der beruflichen Bildung der Gesundheitsberufe am Standort Hochschule - Diskussion möglicher Potentiale des Skills-Lab-Konzeptes im Hinblick auf eine kompetenzorientierte Lehr-/Lerngestaltung

Tim Herzig

M.A. Berufspädagogik, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Osnabrück, Vorsitzender VIFSG

Mit der Umsetzung des Skills-Lab-Konzeptes und der damit verbundenen Institutionalisierung eines weiteren Lernortes in den Bildungseinrichtungen des Gesundheitswesens, sollen die Effizienz des Lernens nachhaltig verbessert und organisatorische Probleme der fachpraktischen Ausbildung umgangen werden. Wesentliche Leistungsziele dieses Prozesses sind es, Szenarien der Patientenversorgung in realistischen Trainingsumgebungen nachzustellen und durch den Einsatz geschulten Personals für Simulationszwecke die Möglichkeit eines effektiven Feedbacks aller am Lernprozess Beteiligten zu ermöglichen.

Doch welche Potenziale birgt das Skills-Lab-Konzept im Hinblick auf eine kompetenzorientierte Lehr-/Lerngestaltung? Ziel des Vortrages ist es, ein Forschungsdesign zur Beantwortung eben jener Frage zu skizzieren und vor dem Hintergrund des gängigen Verständnisses beruflicher Handlungskompetenz, Prinzipien sowie Konsequenzen für eine handlungsorientierte Lehr-/Lerngestaltung zu diskutieren.

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VORTRAG 6

16:00 Uhr
Raum 201

Simulationsbasiertes Lehren lernen - was braucht es um ein guter Lernbegleiter zu sein?

Nadine Schütte

Berufspädagogin, Laerdal Medical GmbH

Die Qualität einer Simulation und die Lernerfolge des Auszubildenden hängen maßgeblich von den Kompetenzen des Lernbegleiters ab. Der Lernbegleiter (Instruktor) spielt hier somit eine entscheidende Rolle, um seine Institution und Schüler zum gesetzten Ziel zu begleiten. Nachhaltige Personalentwicklungsmaßnahmen unterstützen hierbei, das Lehrpersonal auf seine künftige Rolle nachhaltig vorzubereiten. Dies ist allen bewusst und wird bei der Implementierung von Simulationstrainings stets berücksichtigt. Oder doch nicht so wirklich….?

Während dieses Vortrages erhalten Sie die Möglichkeit, Ihre bisherigen/ künftig geplanten Maßnahmen zur Entwicklung des InstruktorenTeams auf den Prüfstand zu stellen, indem die Referentin Sie bei der Betrachtung Ihres derzeitigen „Instruktoren-Anforderungsprofils“ unterstützt und Ihnen entscheidende Stellhebel für eine größtmögliche Wirksamkeit Ihrer Begleitmaßnahmen darstellt.

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