Aufbau und Planung

Bei der Planung eines Simulationslabors muss grundsätzlich überlegt werden, ob die Räume für Skillstraining oder für Simulationen gebraucht werden. Hierfür ist das gesamte pädagogische Konzept der Bildungseinrichtung zu berücksichtigen.

Räumliche Ausstattung

am Beispiel der Berufsfachschule für Krankenpflege Kempten:

Hier standen bei der Planung relativ kleine Räume und Studienzimmer zur Verfügung. Deswegen entschied sich die Berufsfachschule für zwei Praxisräume, mehrere Studienräume und ein häuslich eingerichtetes Zimmer, wie man es auch in einer Pflegeeinrichtung vorfinden würde.

 

Die beiden großen Räume sind identisch mit je 6 Bettenplätzen, Schränken und einer Arbeitsplatte zum Richten der Materialien ausgestattet. An den 12 Bettenplätzen können maximal 36 Auszubildende gleichzeitig in Skills-Gruppen arbeiten. Hier finden auch Simulationen und OSCE-Prüfungen statt.

Das Altenpflegezimmer ist einer häuslichen Pflegesituation nachempfunden und verfügt über eine Nasszelle mit Dusche und Badewanne. Das häusliche Zimmer wird ebenfalls zum Üben und für Simulationen verwendet.

Ein weiterer Simulationsraum ist mit einem Bettenplatz und einem Schrank bestückt.

Im Rahmen der Intensiv- und Anaesthesie-Fachweiterbildung wurde ein Intensivzimmer-Simulationslabor mit 2 Bettplätzen im UG eingerichtet, das mit modernster Technik für interdisziplinäre Simulationen zur Verfügung steht.

Räumliche Ausstattung der BFS für Krankenpflege Kempten

 

 

 

 

 

 

An der BFS Kempten stehen also im EG insgesamt vier Skills-Labs (rote Pfeile) zur Verfügung. Zusätzlich werden Gruppenräume (grüne Pfeile) und die Mediathek (blauer Pfeil) mit PC-Arbeitsplätzen und Bibliothek verwendet.

 

SimNAT Pflege e.V. - Workshop Haare Waschen im Skillslabor der BFS für Krankenpflege Kempten

 

Ausstattung der Skills-Labs

am Beispiel der Berufsfachschule für Krankenpflege Kempten:

Materialien:

14 Betten, 14 Nachttische, 2 Verbandwagen, 2 Wäschewagen, Stationsschränke (zur Materialaufbewahrung): Reale Materialien in Modulkörben, entsprechend der einer Station, i.v.-Arm (zur Blutentnahme), 3 Trainingspuppen (Die Trainingspuppen dienen zum Üben von beispielsweise speziellen invasiven Maßnahmen und müssen auf den Bedarf der Schule und auf die Schüleranzahl abgestimmt sein).

Verbrauchsmaterialien werden entsprechend des Übungsbedarfes in den Skills-Labs zu Beginn des Blockes bestellt.

Beispielsweise müssen sterile Einmalhandschuhe originalverpackt sein, um die Handhabung zu lernen. Dasselbe gilt für Blasenkatheter.

Informationstechnik:

Kameras, zwei Stative und eine Webcam, 16 PC’s, intra- und internetgängig insgesamt in allen Räumen und 2 Laptops.